INTERVIEW



THOMAS SCHERK
Steuerberatung Scherk
Wie lange kennen Sie die Oskar Kinderland Unternehmensgruppe?

Ich habe das Unternehmen vor ca. 8 Jahren kennengelernt. Seit dem ist die Unternehmensgruppe ein Mandant unserer Steuerberatungskanzlei.

Was denken Sie, wodurch sich Oskar Kinderland von anderen Unternehmen unterscheidet?

Die Unternehmensgruppe hat in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Entwicklung gemacht und nicht nur den Umsatz, sondern auch das Ergebnis mehrfach verdoppelt. Mit dieser Dynamik und Geschwindigkeit habe ich das noch nicht so oft erlebt. Was wirklich sehr erfreulich ist, dass die Entwicklung zwar rasant dennoch stetig über Jahre abläuft. Ich habe Mandanten erlebt, die z.B. über 2 oder 3 Jahre ein tolles Unternehmenswachstum verzeichneten und dennoch im Anschluss in die Insolvenz gingen oder zumindest kurz davor standen. Meine Beobachtung bei diesen Mandanten war, dass der Aufstieg und Verfall häufig mit dem unmittelbaren Lebenswandel und der entsprechenden Einstellung der Geschäftsführer zu tun hatte. Was ich bei den Gebrüdern Westphal erlebe, ist, dass sie in all den Jahren recht bodenständig geblieben sind und die Überschüsse gleich wieder in die Firmengruppe investiert haben.

Die freundliche und offene Art der Geschäftsführer spiegelt sich in der Unternehmenskultur und den Mitarbeitern wieder. Knifflige oder alltägliche Aufgaben werden offen und konstruktiv gelöst.

Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern aus meiner Sicht das Resultat aus großer Zielsetzung, Beharrlichkeit und ständiger Fokussierung auf den Erfolg des Unternehmens im e-business. Gerade der letztgenannte Punkt "Fokus behalten", ist aus meiner Sicht im Wachstumsprozess sehr schwierig und herausfordernd, denn der Fokus bzw. die Aufgabenschwerpunkte sind mit 20 Mitarbeitern anders als mit über 100 wie bei Oskar Kinderland mittlerweile.

Was ist aus Ihrer Erfahrung und Beobachtung heraus wichtig für eine erfolgreiche Unternehmensführung?

Das kommt darauf an, wie ich konkret „erfolgreich“ definiere. Eine erfolgreiche Unternehmensführung ist für einen regionalen Blumenhändler mit 2 Filialen etwas anderes als für ein internationales Unternehmen wie Oskar Kinderland.

Das leuchtet ein. Also gehen wir mal vom letzteren, einem internationalem Unternehmen aus.

Wir betreuen einige Unternehmen, die international ausgerichtet sind, wobei Oskar Kinderland nicht die größte im Hinblick auf Umsatz und Anzahl der Mitarbeiter ist, sie ist jedoch für mich eine der spannendsten. Um international erfolgreich als mittelständisches Unternehmen tätig zu sein, bedarf es sicher eine Reihe von Dingen, die zu beachten sind. Was aus meiner Sicht dazugehört und relativ weit oben steht, ist eine sehr gute Liquiditätsplanung, klare Zieldefinitionen, an denen die Erfolge einzelner Mitarbeiter oder Abteilungen gemessen werden und ein ständiges nüchternes aber nicht ängstliches Hinterfragen von Marktsituationen und -positionen. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass ein Klima im Unternehmen herrscht, in dem sich gute und motivierte Mitarbeiter wohlfühlen. Die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen ist offensichtlich sehr groß.




 
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